Einführung Prädikantin Franziska Reichstein

Einführung Franziska Reichstein
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Am 13. Juni 2026 wurde Franziska Reichstein in der Jakobuskirche in Creußen in den Dienst als Prädikantin der Evang.-Luth. Kirche durch Dekan Jürgen Hacker eingeführt.
Seit ihrer Jugendzeit arbeitet Frau Reichstein in verschiedenen Kirchengemeinden ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit, später in der Erwachsenenarbeit, mit. Seit 2018 ist sie auch Mitglied im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Creußen. Nun hat sie die Ausbildung zur Prädikantin absolviert und darf Gottesdienste selbst halten und auch Abendmahl austeilen.
In ihrer Predigt sprach sie über die Aufforderung von Jesus an uns: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11,28-30). 

Dekan Hacker legte seiner Ansprache den Wochenspruch „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich“ (Lukas 10,16) zugrunde, und betonte: „Wann immer ein Mensch, der dazu beauftragt ist, biblische Texte auszulegen, ist er oder sie quasi als Sprachrohr Christi im Einsatz und nicht im eigenen Namen.
Schon der Name „Apostel“ – das griechische Wort heißt zu Deutsch nichts anderes als „Bote“ – weist auf die Funktion der Jünger hin: Sie sollen lediglich das weitergeben, was ihnen von Jesus aufgetragen wurde. Ein Bote darf nichts hinzufügen und nichts weglassen. Nicht seine Meinung zählt – sondern die zu übermittelnde Botschaft.
Eine Funktion, eine Aufgabe, die durchaus mit der eines heutigen Pressesprechers vergleichbar ist. So ein Pressesprecher muss über alles, was sein Aufgabengebiet ist, gut unterrichtet sein und als authentischer Interpret auftreten. Gelingt ihm das nicht, dann wird er von seinen Aufgaben entbunden.
Wenn wir als Christen – egal, ob wir nun Theologie studiert haben oder nicht – von Glaubensinhalten reden, dann müssen wir wissen, wovon wir reden.
Und dann ist es wichtig, dass wir das, was wir sagen, glaubhaft bezeugen können. Am besten deshalb, weil wir es selbst als Glaubenserfahrung erlebt haben.“

Bei einem Stehempfang nach dem Gottesdienst war Gelegenheit zur Begegnung. (KH)